Montag, 26. August 2019

Simulation oder Six Sigma?

statsoft2Neue Wege zur Risikoabschätzung

Seit Ende des 20. Jahrhunderts sind weltweit Six-Sigma-Verfahren der Qualitätssicherung in vielen Bereichen der Industrie eingeführt worden, die mehr Transparenz in der Qualitätsbeurteilung und damit auch mehr Planungssicherheit gewähren. Six-Sigma-Projekte in den Betrieben verbessern fortlaufenden die Produktqualität und minimieren Ausschussquoten bis auf wenige Einheiten pro Million gefertigter Teile. Viele Unternehmen stehen jedoch vor dem Problem, dass auch potentielle Schadenshöhen erfasst werden müssen. Eine Risikoabschätzung für Produktfehler oder Störfälle können moderne Simulationsanalysen liefern.

Wo liegt der Unterschied zwischen einer Risikoabschätzung mit Simulationstechniken oder Six-Sigma-Verfahren? Bei Six-Sigma-Verfahren wird aus einem statistischen Modell der Häufigkeitsverteilung der Anteil von Werten jenseits einer vorgegebenen Toleranzgrenze abgeschätzt. Daraus geht jedoch nicht hervor, wie groß die zugehörigen Extremwerte sein können. Eine Simulation von Extremwerten kann dagegen eine Abschätzung des zu erwartenden Höchstwertes geben, also ein Worst-Case Szenario entwickeln. Auf der Grundlage solcher Szenarien lassen sich Sicherheitssysteme entwickeln oder mögliche Schäden beziffern. Mit der Analyse-Software STATISTICA Version 9 ist nun ein Tool auf dem Markt, mit dem sowohl erprobte Six-Sigma-Verfahren als auch hoch entwickelte Simulationstechniken per Knopfdruck zur Risikoabschätzung eingesetzt werden können.

STATISTICA benötigt zur Modellierung lediglich die üblicherweise verfügbaren Prozess- oder Prüfdaten. Mit den implementierten Simulationstechniken lassen sich nicht nur Extremwerte abschätzen, sondern beispielsweise auch die zu erwartende Qualitätsverbesserung bei einer Verfahrensänderung oder bei einer veränderten Rohstoffzusammensetzung. Die neuen Simulationsanalysen in STATISTICA dürften somit vielen Industrieunternehmen neue Wege zur Risikoabschätzung eröffnen.

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