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Mittwoch, 19. Juni 2019

Globalisierung rückwärts


finanzialtimesToyota hat weitaus mehr Probleme als ein paar Millionen von Verklemmung bedrohte Gaspedale. Die jüngste Rückrufaktion, die das Image des größten Autokonzerns der Welt nachhaltig ankratzt, ist ein Symptom dafür, wie schlecht es um Toyota wirklich steht. Das Unternehmen kämpft mit der eigenen Größe - und mit der Globalisierung.Die Japaner sind an einem Punkt, an dem sie jahrzehntelang bewährte Prinzipien infrage stellen müssen. Dazu zählt auch das, was Toyota groß und viele Jahre lang stark gemacht hat: das Produktionssystem des "Kaizen", das jedem Mitarbeiter hohe Eigenverantwortung zubilligt und ihn für jeden entdeckten Fehler lobt.

Das Debakel um die fehlerbehafteten Gaspedale zeigt, dass irgendwo auf dem Weg zum weltumspannenden Konzern etwas vom Geist des Kaizen verloren gegangen sein muss. Sicher, Toyotas Rückrufaktion ist nicht einzigartig in der Autoindustrie. Immer wieder müssen Unternehmen fehlerhafte Baureihen in die Werkstätten beordern. Doch sie trifft ausgerechnet jenen Konzern, der sich seinen Kunden vor allem mit überragender Qualität empfahl. Und die bedankten sich, indem sie ihm die Treue hielten, obwohl seine Autos nun nicht gerade aufregend sind. Wer eine derart farblose Modellpalette vorzuweisen hat und nicht einmal glaubhaft versichern kann, dafür sämtliche Pannenstatistiken anzuführen, hat ein Problem.

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Bisher versucht der Konzern, sein Toyota-System an allen Produktionsstandorten umzusetzen. Das war kein Problem, solange die Japaner ihre Auslandsproduktion in kleinen Schritten ausbauten. Doch zuletzt zogen sie im großen Stil neue Werke hoch, vor allem in den USA. Kaizen ist ein mächtiges Instrument, doch es braucht lange, um sich in den Köpfen festzusetzen. Vor allem, wenn es sich um Menschen handelt, die noch nie mit asiatischer Kultur in Berührung gekommen sind.

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