
Das Prinzip der „Schlanken Produktion" (lean production) wurde ursprünglich von einem japanischen Automobilhersteller nach amerikanischem Vorbild entwickelt. Ziel dabei ist es, die Produktivität des Unternehmens zu steigern und Verschwendung zu vermeiden. Obwohl die weltweite Automobilbranche eine Vorreiterfunktion in der Prozessoptimierung eingenommen hat, lässt sich das Prinzip auch in der technischen Fertigung von Fenstern und Haustüren anwenden Zum Thema "Prozessoptimierung – Der Weg zum schlanken Unternehmen" fand Mitte Oktober 2009 das 5. Modul des Ausbildungs- Curriculums "Top-Managementwissen für Unternehmensnachfolger" statt. Um das Seminar möglichst praxisnah zu gestalten, wurde die Veranstaltung in einem teilnehmenden Fensterbauunternehmen, der Denzlein GmbH in Mistendorf bei Bamberg, durchgeführt.
Ein wichtiger Bestandteil der schlanken Produktion ist der "Kontinuierliche-Verbesserungs-Prozess" (KVP). Abgeleitet wird der Begriff aus dem japanischen Wort "Kaizen", Veränderung zum Guten oder kontinuierliche Verbesserung. In kleinen Gruppen wurde die Produktion der Denzlein GmbH auf so genannte "Kaizen-Spots" untersucht. Anhand der Kreidekreis-Methode wurde jeweils ein Arbeitsplatz über einen definierten Zeitraum beobachtet und die Arten der Verschwendung festgehalten. Wichtige Kriterien bei dieser Analyse sind: Überproduktion, Wartezeiten, Arbeits- und Transportwege, Materialanordnung und Arbeitsplatzgestaltung. Anschließend wurden die Beobachtungen und Verbesserungsvorschläge zusammengetragen und festgehalten.
"Besonders der Erfahrungsaustausch untereinander und der Vergleich zu anderen Fensterbauunternehmen ist das Wichtigste, was wir in dieser Ausbildung lernen", erklärt Günther Denzlein.
Quelle unter: http://www.fensterplatz.de
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Lean Praxis 

