Production System 2012

Lean Kommentar 01 2012
Herzlich willkommen im Jahr 2012
Nachdem in den vergangenen Jahren der Focus vieler Unternehmen auf Optimierungs- und Verbesserungsprojekten in den sogenannten wertschöpfenden Prozessen der Produktion und Fertigung lag - nicht zuletzt die steigende Zahl von Lehr- und Lern-Fabriken für Lean, TPM oder Kaizen zeigt dies - wird sich der Schwerpunkt der Bestrebungen im neuen Jahr weiter zu den administrativen Prozessen verlagern.

Einerseits nimmt die Bedeutung der reinen Massenproduktion zugunsten immer kundenspezifischerer individuellerer Lösungen ab, andererseits fordern immer schneller werdende Innovationszyklen immer neuere Lösungen. Das Resultat ist: Komplexere - und damit teurere - Prozesse im Vertrieb, in der Auftragsabwicklung, der Administration und in den Engineeringbereichen.

Für den Kunden ist es irrelevant, ob beispielsweise ein kundenspezifischer Auftrag im Vertrieb zwei Tage „hängen bleibt" oder ob die Durchlaufzeit eines Kundenauftrags in der Produktion „verbraten" wird. Häufig ist es viel einfacher - und bisweilen billiger - die Zeiten der administrativen Vorbereitung von Aufträgen zu verkürzen anstatt den eigentlichen Fertigungsprozess. Dies bedeutet in der Praxis, dass auch die Informationen in einem Unternehmen fließen müssen (unter der Anwendung von Flow- und Pull-Prinzipien) – im Gegensatz zu den Materialflüssen der Produktionsprozesse.

Wir vom LEANmagazin sind uns sicher, auch 2012 gibt es noch sehr viel zu tun in den Unternehmen aber auch in den Verwaltungen, Behörden oder bei den Finanzdienstleistern. Das Streben nach kontinuierlicher Verbesserung wird uns auch im neuen Jahr an vielen Stellen in Atem halten und uns immer wieder zum Staunen bringen: Warum haben wir diese oder jene Verschwendung nicht schon längst bemerkt und abgestellt?!

"16 Mio. Euro Verschwendung beim Bau eines Citroën C5": Analyse einer Werbebotschaft von Citroën siehe


Karl Heinz Döppler
Herausgeber LEANmagazin

 




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