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Nachdem in meinem letzten Kommentar die Frage im Raum stand, ob große Beratungsunternehmen vom Schlage McKinsey, Berger oder Boston Consulting die geeigneten Couches für die Einführung von Lean sind, muss die Frage meines Erachtens noch grundsätzlicher betrachtet werden:
Nimmt mit der Größe eines Unternehmens oder Organisation – es ist hierbei unerheblich, um welche Branche es sich handelt – der Drang zur Verschwendung zu? Wie wird ein Goliath schlank?
Wenn in einem wertschöpfenden Prozess viele Mitarbeiter, (Fach-)Abteilungen und auch Entscheider eingebunden werden müssen, so nimmt doch der wertschöpfende Anteil eines Prozesses automatisch ab, bzw. die nicht wertschöpfenden Anteile wie beispielweise Wartezeiten und Entscheidungen nehmen ohne Frage zu.
Die Kunst besteht somit für eine große Organisation darin, sich Flexibilität und Entscheidungsfreude vor Ort mit möglichst wenigen Schnittstellen zu leisten und dennoch einen hohen Grad an Standarisierung einzuführen. Die Anstrengung, schlank an Verschwendung zu werden, ist für Goliaths somit unvergleichlich höher – bleibt immer noch die Frage, ob hierfür besser ein David oder ein Goliath beratend zur Seite steht!
Karl Heinz Döppler
Herausgeber LEANmagazin
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