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AutoDie Geschwindigkeit mit der neue Produkte auf die Märkte streben wird immer höher, die verkaufbaren Stückzahlen dieser Produkte immer geringer. Der Anteil der Entwicklungskosten an den Produktkosten steigt damit stetig an. Desweiteren sind Produkte immer stärker in Systeme eingebunden, so dass die Komplexität und damit der Aufwand der Produktentwicklung ebenfalls stetig ansteigt.

Dies sind die wesentlichen Gründe warum man sich Verschwendung in den Innovations- und Entwicklungsprozessen in Zukunft keineswegs mehr erlauben kann. In der Vergangenheit waren häufig Produktionsverlagerungen in „Billiglohnländer" das Rezept, um den steigenden Produktionskosten Herr zu werden. Nicht auszudenken, wenn man bei steigenden Entwicklungskosten genauso verfahren würde.

Das Rezept für die Innovations- und Entwicklungsprozesse – aber auch für die universitäre Forschung – kann nur sein, Effizienz und Effektivität realistisch zu begutachten und konsequent einer Schlankheitskur zu unterziehen.

Die riesigen Anstrengungen, die in den letzten Jahren in vielen Produktionsbereichen zur Vermeidung von Verschwendung unternommen wurden, steht den Entwicklungsabteilungen unweigerlich bevor.

Karl Heinz Döppler
Herausgeber LEANmagazin