In der letzten Zeit ist das Management von Toyota wirklich nicht zu beneiden. Zu viele spektakuläre Qualitätsmängel und medienwirksame Rückrufaktionen haben am Image der Marke Toyota gekratzt. Bedeutet das für die Lean Philosophie, die ja unzertrennlich mit dem Namen Toyota verbunden ist, das Aus? Ist „The Toyota Way" in der Sackgasse?
Natürlich hätten diese Fehler nicht vorkommen dürfen, wenn Kanban, die 0-Fehlerstrategie, 5S und all die anderen Lean Methoden zu 100% umgesetzt worden wären. Doch zeigt nicht gerade das Streben nach Perfektion, dass damit nie die Perfektion wirklich erreicht wird.
Entscheidend sind nicht die Fehler, die gemacht werden, sondern entscheidend ist der offene Umgang mit den Fehlern. Lean Thinking fordert Transparenz, um der Ursache auf den Grund zu gehen, Kommunikation, um Kunden und Betroffene offen zu informieren und die Motivation und Kreativität der Mitarbeiter und Lieferanten, um diese Fehler künftig auszuschließen. Fehler sind somit ein notwendiges Übel bei dem „Streben nach Perfektion".
Nicht trotz – sondern wegen der immer wieder auftretenden Qualitätsprobleme ist Lean Thinking auch in Zukunft keine Sackgasse.
Karl Heinz Döppler
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